Leonberg zählte beim Zensus 2022 23.540 Wohnungen und 22.197 Haushalte, 356 Wohnungen standen marktbedingt leer. Elf Jahre zuvor, beim Zensus 2011, waren es 22.327 Wohnungen und 20.964 Haushalte. Beide Stände stehen in der Begründung der Mietpreisbegrenzungsverordnung des Landes.
In dem Gutachten, auf dem diese Verordnung beruht, erfüllt Leonberg vier von fünf Indikatoren für einen angespannten Wohnungsmarkt. Ende 2023 standen nach den Haushaltszahlen der GfK und der Wohnungsstatistik des Statistischen Landesamts 24.587 Haushalten 23.962 Wohnungen gegenüber. Mit der Fluktuationsreserve von 3 Prozent, die das Gutachten zu den Haushalten hinzurechnet, ergibt sich ein Wohnungsversorgungsgrad von 94,7 Prozent, Werte unter 100 Prozent gelten dort als Zeichen für Knappheit. Die Mieten in Wohnungsinseraten stiegen von 11,10 Euro je Quadratmeter nettokalt (2017/18) auf 13,31 Euro (2022/23), also um 19,9 Prozent. Das ist etwas weniger als die 20,5 Prozent im Landesdurchschnitt. Als erfüllt gilt der Indikator dennoch, weil das Leonberger Niveau in beiden Zeiträumen über dem Landesdurchschnitt von 9,23 und 11,12 Euro lag. Wohnungen mit 45 bis 75 m² wurden 2022/23 für 13,42 Euro je Quadratmeter angeboten, die Vergleichsmiete für 65 m² lag im selben Zeitraum bei 9,30 Euro. Der Abstand von 4,12 Euro ist größer als im Land mit 3,19 Euro. Für die Bruttowarmmiete, also Angebotsmiete plus Betriebs und Heizkosten, müssten Haushalte laut Gutachten 2023 rechnerisch 21,0 Prozent ihres Einkommens aufwenden, im Land 20,8 Prozent.
Nicht erfüllt ist der Indikator zur Versorgung neuer Haushalte. Zwischen 2011 und 2022 kamen 1.233 Haushalte hinzu, dem stand ein rechnerisches neues Wohnungsangebot von 1.522 Wohnungen gegenüber (Zuwachs des Bestands plus marktbedingter Leerstand, abzüglich Fluktuationsreserve).

