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H&W Immobilien-Service

Mieten und vermieten in Leonberg

Seit 1. April 2025 gilt der Mietspiegel Leonberg 2025/2026, ein einfacher Mietspiegel ohne Durchschnittswert. Für eine Wohnung mit 70 bis unter 80 m² nennt er eine Basismiete von 8,51 Euro je Quadratmeter bei Baujahr bis 1981 und 12,24 Euro bei Baujahr 2023 oder 2024, dazu kommen Zu und Abschläge für Lage und Ausstattung. Bei einer Neuvermietung gilt in Leonberg bis Ende 2026 die Mietpreisbremse.

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Leonberg zählte beim Zensus 2022 23.540 Wohnungen und 22.197 Haushalte, 356 Wohnungen standen marktbedingt leer. Elf Jahre zuvor, beim Zensus 2011, waren es 22.327 Wohnungen und 20.964 Haushalte. Beide Stände stehen in der Begründung der Mietpreisbegrenzungsverordnung des Landes.

In dem Gutachten, auf dem diese Verordnung beruht, erfüllt Leonberg vier von fünf Indikatoren für einen angespannten Wohnungsmarkt. Ende 2023 standen nach den Haushaltszahlen der GfK und der Wohnungsstatistik des Statistischen Landesamts 24.587 Haushalten 23.962 Wohnungen gegenüber. Mit der Fluktuationsreserve von 3 Prozent, die das Gutachten zu den Haushalten hinzurechnet, ergibt sich ein Wohnungsversorgungsgrad von 94,7 Prozent, Werte unter 100 Prozent gelten dort als Zeichen für Knappheit. Die Mieten in Wohnungsinseraten stiegen von 11,10 Euro je Quadratmeter nettokalt (2017/18) auf 13,31 Euro (2022/23), also um 19,9 Prozent. Das ist etwas weniger als die 20,5 Prozent im Landesdurchschnitt. Als erfüllt gilt der Indikator dennoch, weil das Leonberger Niveau in beiden Zeiträumen über dem Landesdurchschnitt von 9,23 und 11,12 Euro lag. Wohnungen mit 45 bis 75 m² wurden 2022/23 für 13,42 Euro je Quadratmeter angeboten, die Vergleichsmiete für 65 m² lag im selben Zeitraum bei 9,30 Euro. Der Abstand von 4,12 Euro ist größer als im Land mit 3,19 Euro. Für die Bruttowarmmiete, also Angebotsmiete plus Betriebs und Heizkosten, müssten Haushalte laut Gutachten 2023 rechnerisch 21,0 Prozent ihres Einkommens aufwenden, im Land 20,8 Prozent.

Nicht erfüllt ist der Indikator zur Versorgung neuer Haushalte. Zwischen 2011 und 2022 kamen 1.233 Haushalte hinzu, dem stand ein rechnerisches neues Wohnungsangebot von 1.522 Wohnungen gegenüber (Zuwachs des Bestands plus marktbedingter Leerstand, abzüglich Fluktuationsreserve).

Mietspiegel Leonberg

Leonberg hat einen einfachen Mietspiegel nach § 558c BGB. Die Stadt hat ihn anerkannt, fachlich begleitet haben ihn Haus & Grund Leonberg und Umgebung sowie der DMB-Mieterverein Stuttgart und Umgebung. Die Fassung 2025/2026 gilt seit 1. April 2025 und hat den Mietspiegel 2023/2024 abgelöst. Ein Enddatum nennt sie nicht, nach § 558c Abs. 3 BGB soll ein Mietspiegel im Abstand von zwei Jahren der Marktentwicklung angepasst werden. Grundlage sind laut Mietspiegel Preisstrukturanalysen auf Basis von Wohnungsinseraten der Jahre 2014 bis 2024 und Preisabstandsmessungen zu qualifizierten Mietspiegeln in der Umgebung. Einen Durchschnittswert für die Stadt gibt er nicht an.

Anzuwenden ist er auf frei finanzierte Wohnungen mit 30 bis 160 m², die bis Dezember 2024 gebaut wurden. Dienst und Werkswohnungen, Wohnungen in Heimen, Ferienwohnungen und geförderte Wohnungen in der Bindungsfrist sind ausgenommen. Die Rechnung hat vier Schritte: Basismiete nach Wohnfläche und Baujahr aus Tabelle 1, Punkte für Ausstattung, Modernisierung, Verkehrsbelastung und Gebiet aus Tabelle 2, dann der Mittelwert als Basismiete mal (100 plus Punkte) durch 100 und zuletzt die Spanne. Für die Lage ist das Stadtgebiet nach den Zonen der Bodenrichtwertkarte in die Gebiete A bis F eingeteilt, sie bringen 0, 3, 6, 10, 13 oder 17 Punkte. Welche Zone für eine Adresse gilt, steht im Straßenverzeichnis nach Hausnummern. Für Adressen in Zone X ist der Mietspiegel nicht anwendbar. Adressen mit Stern liegen laut Verzeichnis in einem Gewerbegebiet oder auf einer Sonderfläche, dafür sieht Tabelle 2 einen Abschlag von 4 Punkten vor.

Beispiel: Wohnung mit 72 m² im Mehrfamilienhaus, Baujahr 1975, an der Blumenstraße, die laut Straßenverzeichnis vollständig in Zone D liegt. Zentralheizung, Laminat, Bad mit Fenster und üblicher Ausstattung (fünf bis sieben Elemente der Liste), Sanitärausstattung 2016 modernisiert, Balkon und Gegensprechanlage vorhanden, nur Anliegerverkehr, keine weiteren Merkmale. Basismiete für 70 bis unter 80 m² und Baujahr bis 1981: 8,51 Euro. Punkte: plus 10 für Zone D, plus 2 für die Modernisierung der Sanitärausstattung 2013 oder später (zulässig bis Baujahr 2008), plus 2 für das Tageslichtbad, zusammen plus 14. Mittelwert: 8,51 Euro mal 114 durch 100 ergibt 9,70 Euro je Quadratmeter, für 72 m² 698,40 Euro im Monat nettokalt. Der Onlinerechner der Stadt rundet die Monatsmiete auf 698 Euro.

Ortsüblich sind Mieten innerhalb einer Spanne, in der zwei Drittel aller Nettokaltmieten vergleichbarer Wohnungen liegen. Das Rechenschema setzt sie mit 87 bis 113 Prozent des Mittelwerts an, im Beispiel 8,44 bis 10,96 Euro je Quadratmeter. Wer vom Mittelwert abweicht, sollte das laut Mietspiegel mit Besonderheiten der Wohnung begründen können.

Quelle: Stadt Leonberg, Mietspiegel Leonberg 2025/2026, Stand gültig ab 01.04.2025, kein Enddatum; Abruf 22.10.2026

Rechenbeispiele

WohnungVergleichsmiete netto kalt
Reihenhaus in Gebersheim an der Zollernstraße (Zone B), 120 m², Baujahr 1995, Zentralheizung, Parkett, Terrasse, nur Anliegerverkehr, keine weiteren Merkmale: Basismiete 8,67 Euro, Zuschlag 3 Punkte für Zone B, 7 für das Reihenhaus und 3 für den Parkettboden, zusammen 13 Punkte, plus 1,13 Euro9,80 Euro je m²1.176,00 Euro kalt im Monat
Neubauwohnung an der Herderstraße (Zone F), 85 m² im Mehrfamilienhaus mit vier Geschossen, Baujahr 2023, Fußbodenheizung, Parkett, Aufzug, stufenlos erreichbarer Fahrradraum, Balkon, nur Anliegerverkehr, keine weiteren Merkmale: Basismiete 12,15 Euro, Zuschlag 17 plus 2 plus 3 plus 2 plus 2 gleich 26 Punkte, plus 3,16 Euro. Die Mietpreisbremse greift hier nicht, weil die Wohnung nach dem 1. Oktober 2014 erstmals genutzt und vermietet wird (§ 556f BGB).15,31 Euro je m²1.301,35 Euro kalt im Monat
Einzimmerwohnung mit Kochnische in Warmbronn am Amselweg (Zone C), 34 m², Baujahr 1970, Elektrospeicherheizung, Laminat, ohne Balkon, nur Anliegerverkehr, keine weiteren Merkmale: Basismiete 9,94 Euro, Punkte plus 6 minus 3 minus 3 minus 2 gleich minus 2, minus 0,20 Euro9,74 Euro je m²331,16 Euro kalt im Monat
Altbauwohnung in Gebersheim an der Talstraße (Zone A), 95 m², Baujahr 1960, Dach und Fassade 2005 energetisch saniert, Heizung 2015 und Elektroleitungen 2010 modernisiert, Zentralheizung, PVC Boden, Balkon, nur Anliegerverkehr, keine weiteren Merkmale: Basismiete 8,37 Euro, Punkte 0 plus 3 plus 1 plus 2 minus 2 gleich plus 4, plus 0,33 Euro8,70 Euro je m²826,50 Euro kalt im Monat

Eigene Berechnungen nach dem Mietspiegel. Ihre Wohnung kann je nach Ausstattung und Lage davon abweichen.

Mietrecht in Leonberg

Leonberg steht in der Mietpreisbegrenzungsverordnung des Landes (GBl. 2025 Nr. 144), bei einer Neuvermietung darf die Miete 2026 deshalb höchstens 10 Prozent über der ortsüblichen Vergleichsmiete liegen, für die Beispielwohnung an der Blumenstraße also höchstens 10,67 statt 9,70 Euro je Quadratmeter oder 768,24 Euro im Monat, sofern keine Ausnahme greift. Auch die Kappungsgrenzenverordnung (GBl. 2025 Nr. 145) nennt die Stadt, Bestandsmieten dürfen in drei Jahren um höchstens 15 statt 20 Prozent steigen. Nach der Kündigungssperrfristverordnung (GBl. 2025 Nr. 146) kann sich der Käufer einer erst nach Überlassung an den Mieter umgewandelten Wohnung fünf statt drei Jahre lang nicht auf Eigenbedarf oder wirtschaftliche Verwertung berufen, alle drei Verordnungen gelten bis 31. Dezember 2026. Im Entwurf der Gebietskulisse ab 2027, den der Ministerrat am 22. September 2026 zur Anhörung freigegeben hat, steht Leonberg wieder, beschlossen ist er noch nicht (Stand 22. Oktober 2026).

Quelle: Gesetzblatt für Baden-Württemberg 2025 Nr. 144, 145 und 146 (Verordnungen vom 16.12.2025); Ministerium für Landesentwicklung und Wohnen, Entwurf Gebietskulisse ab 2027; §§ 556d bis 556g, 558, 577a BGB, Stand Verordnungen gültig 01.01. bis 31.12.2026; Entwurf ab 2027 vom 22.09.2026, Abruf 22.10.2026

Was Vermieter beachten müssen

Den Mietspiegel 2025/2026 samt Straßenverzeichnis gibt es im Bürgeramt am Marktplatz 9 und in den Ortschaftsverwaltungen Gebersheim, Höfingen und Warmbronn. Ein Erhöhungsverlangen stützen Sie auf den Wert, der sich aus Zone, Größe und Baujahr ergibt, eine Miete innerhalb der Spanne von 87 bis 113 Prozent des Mittelwerts genügt als Begründung (§ 558a Abs. 4 BGB). Bei einer Neuvermietung ist 2026 derselbe Mittelwert plus 10 Prozent die Obergrenze, solange keine Ausnahme der Mietpreisbremse greift. Wir vermitteln auch Mietwohnungen und Häuser.

Was Mieter prüfen können

Ob eine verlangte Miete zum Mietspiegel passt, rechnen Sie mit dem Straßenverzeichnis und dem Onlinerechner unter www.mietspiegel-leonberg.de selbst nach. Kontaktstelle der Stadt ist das Hauptamt, eine rechtliche Beratung ist dort nicht möglich. Mitglieder berät der DMB-Mieterverein Stuttgart und Umgebung in seiner Außenstelle im Leonberger Rathaus.

Fragen zur Miete in Leonberg

Wie hoch ist die Durchschnittsmiete in Leonberg?

Einen Durchschnittswert nennt der Mietspiegel Leonberg 2025/2026 nicht, er gibt Basismieten nach Größe und Baujahr vor, für 70 bis unter 80 m² zum Beispiel 8,51 Euro je Quadratmeter bei Baujahr bis 1981 und 12,24 Euro bei Baujahr 2023 oder 2024. Dazu kommen Punkte für Lage und Ausstattung. Das Gutachten des Landes zur Mietpreisbremse weist für 2022/23 eine durchschnittliche Angebotsmiete aus Inseraten von 13,31 Euro je Quadratmeter aus, das ist keine Vergleichsmiete.

Gilt der Mietspiegel auch in Höfingen, Warmbronn und Gebersheim?

Ja. Das Straßenverzeichnis ordnet auch die Straßen der Ortschaften einer Zone zu, einen eigenen Wert je Ortschaft gibt es nicht. Erhältlich ist der Mietspiegel auch in den drei Ortschaftsverwaltungen.

Gilt in Leonberg die Mietpreisbremse?

Ja, vom 1. Januar bis 31. Dezember 2026 (GBl. 2025 Nr. 144): Bei einer Neuvermietung darf die Miete die ortsübliche Vergleichsmiete um höchstens 10 Prozent übersteigen, eine höhere Vormiete darf bleiben. Ausgenommen sind Wohnungen, die nach dem 1. Oktober 2014 erstmals genutzt und vermietet werden, wie der Neubau an der Herderstraße im Beispiel oben. Im Entwurf der Gebietskulisse ab 2027 steht Leonberg wieder, beschlossen ist er noch nicht.

Um wie viel darf ich die Miete in Leonberg erhöhen?

Höchstens bis zur ortsüblichen Vergleichsmiete nach dem Mietspiegel und 2026 innerhalb von drei Jahren um nicht mehr als 15 Prozent (Kappungsgrenzenverordnung, GBl. 2025 Nr. 145). Zahlt ein Mieter für 72 m² seit mehr als drei Jahren unverändert 560 Euro und ergibt der Mietspiegel 698,40 Euro, sind höchstens 644 Euro möglich (560 Euro plus 15 Prozent). Erhöhungen nach Modernisierung fallen nicht unter die Kappungsgrenze.

Wann kommt ein neuer Mietspiegel für Leonberg?

Die Fassung 2025/2026 gilt seit 1. April 2025 und nennt kein Enddatum. Nach § 558c Abs. 3 BGB soll ein Mietspiegel im Abstand von zwei Jahren der Marktentwicklung angepasst werden.

Wohnung oder Haus in Leonberg vermieten

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Andreas Holzwarth, Inhaber, Immobilienmakler bei H&W Immobilien-Service

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Andreas Holzwarth

Inhaber, Immobilienmakler

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