Der Zensus 2022 zählte in Böblingen 25.285 Wohnungen und 23.659 Haushalte, 353 Wohnungen standen marktbedingt leer. Beim Zensus 2011 waren es 22.808 Wohnungen und 21.371 Haushalte. Diese Zahlen nennt die Begründung der Mietpreisbegrenzungsverordnung des Landes.
Das Gutachten hinter dieser Verordnung prüft fünf Indikatoren, Böblingen erfüllt vier davon. Der Wohnungsversorgungsgrad lag Ende 2023 bei 98,3 Prozent, unter 100 Prozent gilt er dort als Hinweis auf einen angespannten Markt. Die Angebotsmiete nettokalt stieg von 11,39 Euro je Quadratmeter (2017/18) auf 13,50 Euro (2022/23), um 18,5 Prozent. Das ist weniger als im Landesdurchschnitt mit 20,5 Prozent, der Indikator gilt trotzdem als erfüllt, weil das Mietniveau in beiden Zeiträumen über dem Landesdurchschnitt lag. Für Wohnungen mit 45 bis 75 m² lag die Angebotsmiete 2022/23 bei 13,70 Euro, die Vergleichsmiete 2022/23 für eine Wohnung mit 65 m² bei 9,48 Euro, ein Abstand von 4,22 Euro (Land 3,19 Euro). Die Warmmiete beansprucht laut Gutachten 2023 rechnerisch 22,0 Prozent des Haushaltseinkommens, im Land 20,8 Prozent.
Nicht erfüllt ist in Böblingen der Indikator zur Versorgung neuer Haushalte: Von 2011 bis 2022 kamen 2.288 Haushalte hinzu, das rechnerische neue Wohnungsangebot (Zuwachs des Bestands plus marktbedingter Leerstand, abzüglich Fluktuationsreserve) betrug 2.745 Wohnungen.

