Leonberg hatte Ende 2025 49.514 Einwohner. Zur Stadt gehören die Kernstadt mit Eltingen, Ramtel und Silberberg sowie seit 1975 die Ortschaften Gebersheim, Höfingen und Warmbronn, die je eine eigene Ortschaftsverwaltung haben.
Für Kapitalanleger gelten 2026 in Leonberg alle drei Mieterschutzverordnungen des Landes. Bei einer Neuvermietung darf die Miete höchstens 10 Prozent über der Vergleichsmiete liegen. Ausgenommen sind Wohnungen, die nach dem 1. Oktober 2014 erstmals genutzt und vermietet wurden, und die erste Vermietung nach einer umfassenden Modernisierung. Eine höhere Vormiete darf beibehalten werden. Mieterhöhungen im laufenden Vertrag sind auf 15 Prozent in drei Jahren begrenzt. Wer eine vermietete Wohnung kauft, die erst nach dem Einzug des Mieters in Wohnungseigentum umgewandelt wurde, kann sich auf Eigenbedarf oder wirtschaftliche Verwertung erst fünf Jahre nach der ersten Veräußerung der Wohnung berufen (§ 577a BGB). Alle drei Verordnungen gelten bis 31. Dezember 2026, im Entwurf für die Zeit ab 2027 ist Leonberg wieder enthalten.
Wer in der Innenstadt sucht, sollte die Entwicklung des Postareals zwischen Rathaus und Altstadt im Blick haben. Dort sollen laut Stadt acht Gebäude mit Läden, Büros und etwa 110 Wohnungen entstehen, der Bebauungsplan ist seit 18. Dezember 2024 in Kraft.
Was Häuser und Wohnungen in Leonberg kosten
Zuständig ist der eigene Gutachterausschuss bei der Stadt Leonberg. Er führt die Kaufpreissammlung, hat aber keinen Grundstücksmarktbericht mit Durchschnittspreisen für Häuser und Eigentumswohnungen veröffentlicht. Amtliche Quadratmeterpreise für Wohnflächen gibt es für Leonberg deshalb nicht. Die Sachwertfaktoren und Liegenschaftszinssätze 2025, mit denen Gutachter Marktwerte ableiten, gibt die Geschäftsstelle kostenfrei heraus.
Als Anhalt bleibt der Bodenwert. Wohnbauland kostet zum 1. Januar 2025 je nach Zone 580 bis 1.080 Euro je Quadratmeter, die kleine Warmbronner Zone „Gärtnerei“ mit 415 Euro ausgenommen. In einem Grundstück von 300 m² im Ezach steckt bei 845 Euro rechnerisch also ein Bodenwert von 253.500 Euro, bevor das Haus bewertet ist.
Quelle: Gutachterausschuss bei der Stadt Leonberg, Bodenrichtwerte in BORIS-BW und Seite Sachwertfaktoren und Auswerteparameter, Stand Bodenrichtwerte 01.01.2025, Abruf 20.10.2026
Bodenrichtwerte in Leonberg
Wer ein Haus mit Garten sucht, sieht die Unterschiede zuerst am Boden. Zum Stichtag 1. Januar 2025 liegen die Bodenrichtwerte für Wohnbauland in der Kernstadt zwischen 580 und 1.080 Euro je Quadratmeter, am höchsten in der Oberen Burghalde, an Goethestraße/Oberer Schützenrain/Im Wenger (1.065 Euro) und an Stuttgarter Straße/am Engelberg (1.035 Euro). In Höfingen kostet Wohnbauland 640 bis 740 Euro, in Gebersheim 600 bis 700 Euro, in Warmbronn 600 bis 980 Euro, die kleine Zone „Gärtnerei“ dort 415 Euro.
Gegenüber dem 1. Januar 2023 sind die Werte in 61 von 74 vergleichbaren Zonen gesunken, in 12 gleich geblieben und nur in einer gestiegen. Ein Bodenrichtwert beschreibt den Durchschnitt einer Zone für ein gedachtes unbebautes Grundstück. Hausnahes Gartenland setzt der Gutachterausschuss mit 25 Prozent des Bodenrichtwerts an. Den Wert für eine bestimmte Adresse zeigt die Karte in BORIS-BW.
Quelle: Gutachterausschuss bei der Stadt Leonberg, Bodenrichtwerte in BORIS-BW und Erläuterungen zur Bodenrichtwertkarte 2025/2026, Stand 01.01.2025 (Beschluss 08.05.2025 und 22.05.2025; in BORIS-BW kein neuerer Stichtag, Abruf 20.10.2026)
Verkehr und Anbindung
Laut VVS Fahrplanauskunft fährt die S6 an einem Dienstagmorgen zwischen 7 und 8.45 Uhr alle 15 Minuten vom Bahnhof Leonberg ab und erreicht den Stuttgarter Hauptbahnhof (tief) nach 25 Minuten, ohne Umsteigen. Laut Stadt liegt Leonberg zudem am Schnittpunkt der Autobahnen A8 und A81.
Schulen und Kinderbetreuung
Laut Stadt hat Leonberg 13 Schulen in städtischer Trägerschaft mit über 4.400 Schülerinnen und Schülern. Grundschulen sind die Mörikeschule, die Schellingschule, die Sophie-Scholl-Schule und die Spitalschule sowie die Grundschulen in Gebersheim, Höfingen und Warmbronn. Weiterführende Schulen sind die Gemeinschaftsschule Marie-Curie-Schule, die Gerhart-Hauptmann-Realschule, die Ostertag-Realschule, das Albert-Schweitzer-Gymnasium und das Johannes-Kepler-Gymnasium. Dazu kommt die Pestalozzischule, ein sonderpädagogisches Bildungs und Beratungszentrum mit Schwerpunkt Lernen.
Der Landkreis Böblingen trägt zusätzlich die Karl-Georg-Haldenwang-Schule und das Berufliche Schulzentrum mit beruflichen Gymnasien.
Neubau in Leonberg
Die Stadt Leonberg bietet derzeit keine eigenen Wohnbaugrundstücke zum Verkauf an.
Das größte Innenstadtprojekt ist das Postareal mit rund 1,55 Hektar zwischen Lindenstraße, Bahnhofstraße und Eltinger Straße. Investor ist die Strabag Real Estate, geplant sind acht Gebäude mit Einzelhandel, Büros und etwa 110 Wohnungen sowie eine Brücke für Fußgänger und Radfahrer zur Altstadt. Der Bebauungsplan ist seit 18. Dezember 2024 in Kraft, laut Stadt beginnt 2026 der Bau des Quartiers. Am nordöstlichen Ortsrand von Warmbronn plant die Stadt das Wohngebiet Hinter den Gärten mit rund 2,1 Hektar für Einfamilien, Doppel und Reihenhäuser sowie Mehrfamilienhäuser. Die Öffentlichkeitsbeteiligung zum Entwurf lief bis 12. September 2025, der Satzungsbeschluss des Gemeinderats steht noch aus. Die meisten Grundstücke dort gehören Privatleuten und bleiben nach der Umlegung in privater Hand, teilweise gehen Bauplätze im Verfahren an die Stadt. Für das Areal Alte Schuhfabrik an der Eltinger Straße hat die Stadt einen Investor gesucht, mindestens die Hälfte der Fläche ist für sozial geförderten Wohnungsbau vorgesehen, das Grundstück soll ab 2027 verfügbar sein.
Mieten in Leonberg: für Kapitalanleger
Seit 1. April 2025 gilt der Mietspiegel Leonberg 2025/2026, eine Fortschreibung des Mietspiegels von 2023. Er ist ein einfacher Mietspiegel nach § 558c BGB, von der Stadt anerkannt und fachlich begleitet von Haus & Grund Leonberg und dem DMB-Mieterverein Stuttgart, und nennt keinen Durchschnittswert. Für eine Wohnung mit 70 bis unter 80 m² liegt die Basismiete je nach Baujahr zwischen 8,51 Euro (bis 1981) und 12,24 Euro je Quadratmeter (2023 bis 2024). Ausstattung, Modernisierungen, Verkehrslage und sechs Wohnlagezonen von A bis F verändern den Wert über ein Punktesystem, Zone F bringt 17 Prozent Zuschlag. Wer eine Wohnung kauft und vermieten will, kann damit die erzielbare Miete vorab grob einschätzen, die Mietpreisbremse begrenzt sie bei Neuvermietung auf die Vergleichsmiete plus 10 Prozent.
Quelle: Stadt Leonberg, Mietspiegel Leonberg 2025/2026, Stand gültig ab 01.04.2025