Markgröningen wurde 779 als „Gruoninga“ erstmals erwähnt und um 1243 unter Kaiser Friedrich II. als Stadt angelegt. Das gotische Fachwerkrathaus am Marktplatz stammt laut Stadt aus den Jahren 1440/41, seit 1984 regelt eine Altstadtsatzung die bauliche Entwicklung des historischen Zentrums. Unterriexingen an der Glems gehört seit 1973 zur Stadt.
Zwischen den Lagen liegen deutliche Unterschiede. Zum 1. Januar 2025 reichen die Bodenrichtwerte für baureifes Wohnbauland in der Kernstadt von 400 Euro je Quadratmeter nördlich des Hans-Grüninger-Wegs bis 950 Euro südlich des Lembergerwegs. In Unterriexingen liegen die Wohnzonen im Ort zwischen 490 und 540 Euro. Dort sind die Werte gegenüber dem Stichtag 1. Januar 2023 um 40 bis 50 Euro gesunken, in der Kernstadt um 10 bis 20 Euro gestiegen.
Auch der Mietspiegel 2026 unterscheidet nach Lage. Für Wohnungen in Unterriexingen, Talhausen und auf dem Schönbühlhof setzt er 9 Punkte Abschlag an, in der Kernstadt keinen. Wer verkauft oder vermietet, sollte diese Abstände kennen, bevor er einen Preis nennt.
Was Immobilien in Markgröningen bringen
Den Grundstücksmarktbericht 2025 gibt der Gemeinsame Gutachterausschuss Strohgäu nur gegen Gebühr heraus. Der jüngste frei zugängliche Bericht ist der von 2024, er wertet Verkäufe aus dem Jahr 2023 aus. Für Markgröningen mit Unterriexingen nennt er Mittelwerte für zwei Baujahresgruppen: Wohnungen mit bereinigtem Baujahr 1966 bis 1980 erzielten im Mittel 3.178 Euro je Quadratmeter Wohnfläche (10 Verkäufe, Spanne 2.424 bis 3.802 Euro), Wohnungen der Baujahre 1991 bis 2000 3.718 Euro (10 Verkäufe, Spanne 2.853 bis 4.964 Euro). Für andere Baujahre und für Häuser enthält der Bericht keine Preise für Markgröningen.
Aktueller sind die Bodenrichtwerte zum 1. Januar 2025. Bei einem Reihenhaus auf 250 Quadratmetern im Musikerviertel, Bodenrichtwert 800 Euro, macht allein der Boden rechnerisch 200.000 Euro aus. Für einen belastbaren Preis braucht es deshalb eine Bewertung, die Boden, Gebäude, Baujahr und Zustand einzeln ansetzt.
Wer vermietet, rechnet mit dem einfachen Mietspiegel Markgröningen 2026, der seit 1. Januar 2026 gilt. Er ist aus dem Mietspiegel Ludwigsburg abgeleitet und nennt keinen Durchschnittswert. Für eine Wohnung mit 70 bis 79 m² liegt die Basismiete je nach Baujahr zwischen 8,77 Euro (1919 bis 1948) und 12,15 Euro je Quadratmeter (2019 bis 2025). Eine 75 m² große Wohnung aus dem Jahr 1980 ohne weitere Merkmale kommt in der Kernstadt auf 9,40 Euro, in Unterriexingen nach 9 Punkten Lageabschlag auf rund 8,55 Euro je Quadratmeter. Ortsüblich ist eine Spanne von 11 Prozent nach unten und nach oben.
Quelle: Gemeinsamer Gutachterausschuss Strohgäu, Grundstücksmarktbericht 2024 (Immobilienmarkt 2023), S. 27, Stand Kaufverträge 2023
Quelle: Gemeinsamer Gutachterausschuss Strohgäu, Bodenrichtwerte Markgröningen (Stichtag 01.01.2025, beschlossen 05./06.08.2025), BORIS-BW, Stand 01.01.2025
Quelle: Stadt Markgröningen, Mietspiegel 2026, Stand gültig ab 01.01.2026
Bodenrichtwerte in Markgröningen
Für Wohnbauflächen hat der Gutachterausschuss zum Stichtag 1. Januar 2025 diese Werte je Quadratmeter baureifes Land beschlossen: in der Kernstadt 400 Euro (nördlich Hans-Grüninger-Weg) bis 950 Euro (südlich Lembergerweg), darunter Im Langen Feld 940 Euro, Graf-Eberhard-Weg/Am Mühlberg 920 Euro, Anemonenweg 830 Euro und Musikerviertel 800 Euro. In Unterriexingen liegen die Wohnzonen zwischen 490 Euro (Jahnstraße) und 540 Euro (Im Bäumle), auf dem Schönbühlhof bei 370 Euro. Den historischen Stadtkern setzt der Ausschuss als gemischte Baufläche mit 580 Euro an.
Ein Bodenrichtwert ist der durchschnittliche Wert für eine ganze Zone und betrifft nur den Grund und Boden. Welche Zone für Ihr Grundstück gilt, zeigt die Karte in BORIS-BW. Größe, Zuschnitt und Bebauung des einzelnen Grundstücks führen zu Abweichungen.
Quelle: Gemeinsamer Gutachterausschuss Strohgäu, Bodenrichtwerte Markgröningen (Stichtag 01.01.2025, beschlossen 05./06.08.2025), BORIS-BW, Stand 01.01.2025
Markgröningen in Zahlen
14.052 Einwohner am 31. Dezember 2025 auf 28,17 Quadratkilometern, das sind 499 Einwohner je Quadratkilometer.
Quelle: Statistisches Bundesamt, Gemeindeverzeichnis (31.12.2025, Basis Zensus 2022), Stand 31.12.2025