Beim Zensus am 15. Mai 2022 gab es in Korb 5.360 Wohnungen in Gebäuden mit Wohnraum. 2.805 davon bewohnten ihre Eigentümer selbst, 2.356 waren zu Wohnzwecken vermietet oder mietfrei überlassen. Bezogen auf die bewohnten Wohnungen in Wohngebäuden lag die Eigentümerquote bei 54,6 Prozent, auf Mietwohnungen und mietfrei überlassene Wohnungen entfielen also gut 45 Prozent. Eine Wohnung hatte im Schnitt rund 97 Quadratmeter, die größte Baujahresgruppe stammt aus den 1960er Jahren. Leer standen 3,4 Prozent der Wohnungen. Die durchschnittliche Nettokaltmiete aller vermieteten Wohnungen lag laut Zensus bei 8,47 Euro je Quadratmeter. In diesen Wert gehen alle laufenden Mietverträge ein, auch langjährige. Der Mietspiegel wertet dagegen nur Mieten aus, die in den sechs Jahren vor der Erhebung 2024 neu vereinbart oder geändert wurden, beide Zahlen sind deshalb nicht direkt vergleichbar.
In die Gebietskulisse der Mietpreisbremse kommt eine Gemeinde, wenn mindestens vier von fünf Kennzahlen einen angespannten Markt anzeigen. Korb erfüllt nach dem Gutachten, auf dem die Verordnung beruht, vier davon: Für die Haushalte samt Umzugsreserve fehlten 2023 rechnerisch 134 Wohnungen (Versorgungsgrad 97,6 Prozent). Zwischen 2011 und 2022 kamen 519 Haushalte hinzu, der Wohnungsbestand wuchs aber nur um 400 Wohnungen. Die Angebotsmieten stiegen von 9,99 Euro (2017/18) auf 12,05 Euro je Quadratmeter (2022/23), also um 20,6 Prozent, und lagen 2022/23 über dem Landesdurchschnitt von 11,12 Euro. Auch Vergleichs und Angebotsmieten für mittelgroße Wohnungen lagen über dem Landesschnitt. Nicht erfüllt ist nur die Kennzahl zur Warmmietbelastung: Sie lag mit 19,1 Prozent des Haushaltseinkommens unter dem Landesdurchschnitt von 20,8 Prozent.

